Ein außergewöhnlicher Einsatz unserer Schulsanitäter nach dem Fritzlauf

Der Fritzlauf hat eine langjährige Tradition an der FSG, das Event möchte keiner verpassen. Am Freitag den 4. Mai war es soweit. Alle Klassen, auch unsere „kleinsten“, die 5-er, starteten wie geplant ihren Lauf.
Unsere Schulsanitäter haben den Fritzlauf gemeinsam mit dem DRK Vorhalle erfolgreich betreut. Vielen Dank an alle!

Gegen 13:00 Uhr passierte etwas Außergewöhnliches: Sanis haben Hilferufschreie aus dem Wald gehört. Es wurde sofort gemeldet und eine aufregende Suche fing an.
So beschreibt Roxana, eine der Schulsanitäterin ihre Erlebnisse: „Ich war zuerst sehr erschrocken, weil das ein Fall war, den wir noch nie hatten. Ich hatte Angst, ich wusste nicht wie ich reagieren hätte sollen wenn wir da jemanden gefunden hätten. Ich habe Angst empfunden, denn wir wussten nicht was mit der Person passiert ist: ob sie sehr verletzt ist oder in Gefahr ist. Wir wollten die Person unbedingt finden, waren deswegen auch traurig als wir nichts fanden! Jedoch hörten die Hilfeschreie nicht auf, das machte uns echt Angst. Ich fand unsre Teamarbeit sehr professionell und fand es bemerkenswert, dass wir so ruhig geblieben sind.“ Tim erinnert sich folgendermaßen daran: „ Als ich vom Laufen zurück kam, wurde ich direkt mit dem Fahrrad zum Einsatz geschickt. Es hieß: Hilfe Schreie von der andren Seite. Mein Freund und ich sind direkt zum Einsatzort hingefahren. Wir sind in den Wald hineingegangen und haben nach der Person gesucht. Dabei habe ich über 30 Zecken bekommen, die ich am Ende erfolgreich entfernen konnte. Wir suchten also weiter…“ Das ist der Eindruck vom Sani Gian-Luca: „Dieser Einsatz regte in mir das Gefühl der Ungewissheit an, weil keiner wusste, was passiert ist oder was noch passieren wird. Ich möchte mich nochmal bei allen für ihre großartige Arbeit heute bedanken. Wir haben heute super als Team agiert.“ Giorgia, Schulsanitäterin bestätigt ebenso: „ Wir haben als Team gut kommuniziert…“. Die Suche dauerte mehrere Stunden bis in den Abend. Die Dortmunder Polizei wurde mit Hundestaffel und Helikopter eingeschaltet.
Am späteren Abend bekamen die Sanis dann Lob und Anerkennung von Manuell Wellbrock vom Jugendrotkreuz Hagen. Manuel ist im Rahmen der Schularbeit für unseren Schulsanitätsdienst zuständig. Er schrieb: “Nun, leider war ich heute selbst nicht dabei – aber das was ich mitbekommen habe ist doch schon einmalig. Das aus einem einfachen SSD-Dienst auf einer Schulveranstaltung eine so große Suchaktion in dem Umfang, mit Polizei, Feuerwehr und Hundestaffeln wird, ist doch sehr einmalig – und ein besonderes Ereignis in der Laufbahn als Schulsanitäter/in. Ich gehe mal davon aus, dass die Einsatzkräfte noch keine Möglichkeit dazu hatten; daher möchte Ich mich im Namen des Jugendrotkreuzes ganz herzlich für euren zusätzlichen Einsatz dort bedanken! Das ist nicht selbstverständlich und auch ganz bestimmt nicht leicht gewesen. Um noch einmal Klarheit zum Ende zu schaffen: Die Suche wurde (vorerst) beendet, es wurde niemand gefunden. Das soll jedoch nicht heißen, dass dort keiner war… Oder Ihr gar was falsch gemacht habt indem ihr da Hilfe zu geholt habt. Das war genau richtig so!
Das Gebiet wird die nächsten Tage noch weiter unter Beobachtung gehalten, für heute ist die Suche jedoch beendet. Trotz professionellem Einsatz von Wärmebildkameras und Suchhunden wurde niemand gefunden. Entsprechend kann man sehr sehr sicher davon ausgehen, das jetzt auch niemand mehr dort ist – wer auch immer um Hilfe rief…“
Es war ein sehr aufregender und langer Tag nicht nur für unsere Schulsanitäter, sondern auch für den DRK und die Polizei. Die Sanis haben sehr gut geholfen und sich als sehr verantwortungsbewusst und hilfsbereit gezeigt. Vielen Dank dafür!

Leiterin der Schulsanitäter, Frau Link