Frieden gegen Krieg – Gewissen gegen Gewehre

Unter diesem Motto besuchten in den letzten zwei Wochen fast 200 Schüler der Fritz-Steinhoff Gesamtschule in Helfe eine Ausstellung die von verschiedenen Friedensgruppen aus Hagen und dem Märkischen Kreis zusammengestellt wurde.
Im nächsten Jahr können wir alle 70 Jahre Frieden in Deutschland feiern. Das ist ein Grund dankbar zu sein. Leider ist es in vielen Regionen der Welt weniger friedlich. Denkt man an das Vorrücken der IS-Truppen oder die Bürgerkriege in der Ukraine oder in Syrien. Die alltäglichen Bilder in der Presse und den Nachrichten beschäftigen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche. Deshalb ist es wichtig, Jugendlichen Raum für Gespräche über die für sie und uns oft unverständlichen Konflikte zu geben.
Dieser Raum wurde an der FSG Helfe in Form einer Ausstellung geschaffen. Der kürzlich pensionierte Wolfgang Müller (Bild Mitte) war nicht nur viele Jahre Lehrer an der FSG, sondern ebenfalls ein engagiertes Mitglied der Friedensbewegung in Hagen (u.a. Friedenszeichen Hagen). Er organisierte mit anderen Friedensinitiativen eine Ausstellung, die über 100 Jahre Friedensarbeit in Hagen und dem Märkischen Kreis informiert. Die Ausstellung wurde in Hagen, Altena, Lüdenscheid und Iserlohn gezeigt. Nun befand sie sich für zwei Wochen im Cafe´ Boelerbü der FSG Helfe.
Die Schüler des 10. Jahrgangs hatten die Möglichkeit sich über die lokale Friedensarbeit der letzten 100 Jahre zu informieren. Die Ausstellung erinnert zunächst an die Schrecken des 1. und 2. Weltkriegs und andere gewaltsame Auseinandersetzungen. Sie zeigt aber vor allem, dass es auch immer mutige Menschen gab, die sich auch in schweren Zeiten für den Frieden eingesetzt haben. Manche, wie die Geschwister Scholl mussten mit ihrem Leben dafür bezahlen. Andere, wie der Namensgeber der Fritz-Steinhoff Gesamtschule mussten mit Inhaftierung und anderen Grausamkeiten für ihre pazifistische Haltung bezahlen. Die Jugendlichen sollten sehen, das man mit Courage ein Zeichen für den Frieden setzten kann. Außerdem fanden Diskussionsrunden statt, in denen über Alternativen zu gewaltsamen Konflikten gesprochen wurde.
Frieden gegen krieg
Gewissensbildung

Besonders ausführlich wurde über das Zitat: „Das gefährlichste Organ des Menschen ist der Kopf.“ des Dichters Alfred Döblin gesprochen. Den Schülern wurde klar, dass Konflikte immer im Kopf beginnen und wir deshalb unser Denken und Handeln ständig hinterfragen müssen und dass wir alle ein Gewissen besitzen, welches uns eigentlich von Gräueltaten und Krieg abhalten sollte. Aus Lehrersicht war es schön, zu sehen, dass Jugendliche sich für das Thema Frieden interessieren. Der Besuch der Ausstellung konnte an die noch frischen Erlebnisse der Schüler anknüpfen, die sie in diesem Monat auf der jährlichen Studienfahrt nach Krakau gewinnen konnten. Die Fahrt nach Krakau findet seit einigen Jahren immer Oktober an der FSG statt. Dabei wird auch das Konzentrationslager Auschwitz besucht. Nimmt man die gewonnenen Eindrücke zusammen, kann man nur zu dem Fazit kommen: „Nie wieder Krieg!“. Bleibt zu hoffen, dass sich die Schülerinnen und Schüler in den entscheidenden Momenten ihres Lebens an dieses Motto halten.

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