Woyzeck. Opfer oder Täter? (Theater an der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule)

Nach acht Wochen trockener Theorie und harter Klausur haben wir ihn leibhaftig getroffen: den Woyzeck. Denn unter der Regie von Stefan Meißner und Jörg Schulze-Neuhoff im Schauspiel, haben wir, die Schüler des 11. Jahrgangs der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule, uns die Solo-Interpretation des Dramas „Woyzeck“ nach Georg Büchner angeschaut. Die Aufführung fand im pädagogischen Zentrum der Schule statt.

Der Soldat Franz Woyzeck lebt am untersten Ende der sozialen Hierarchie; nur seine Geliebte Marie und sein uneheliches Kind geben ihm Halt. Aber er wird von seinen Vorgesetzten als Versuchsobjekt für medizinische Experimente missbraucht, seine Geliebte wird vom Tambourmajor verführt und er fühlt sich so gedemütigt, dass er seine Geliebte Marie ermordet.

Woyzeck ist Opfer der Gesellschaft, seiner Psychose und wird daraus resultierend im Laufe der Zeit zum Täter.

Wir haben uns Woyzeck verrückt, schwach, leidgeplagt und paranoid vorgestellt und unsere Vorstellungen über Woyzeck wurden durch das Solo-Stück übertroffen!

Von Aylin Aktas (Jahrgang 11)